Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft des Kreistags stimmt der Einleitung des Beteiligungsverfahrens auf der Grundlage der vorgelegten Entwurfsfas-sung des Nahverkehrsplans zu

In seiner Sitzung vom 20.06.2017 hat der zuständige Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft des Kreistags die Entwurfsfassung des Nahverkehrsplans zur offiziellen Anhörung freigegeben. Damit beginnt die Bearbeitung des letzten Meilensteins vor der Beschlussfassung im Kreistag. Gleichzeitig startet auch die zweite Beteiligungsphase über die Internetplattform „Mobilität im Kreis“ www.mobilitaet-im-kreis.de Hier haben alle Interessierten bis Ende Juli 2017 erneut die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu informieren sowie sich direkt und einfach in den Prozess einzubringen. Über die entsprechende Rubrik kann der vom Rhein-Neckar-Kreis mit seinen Projektpartnern in den letzten Monaten ausgearbeitete Entwurf des Nahverkehrsplans heruntergeladen und hierzu ggf. Anregungen eingebracht bzw. Stellungnahmen abgegeben werden.

 

 

Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans zum Mobilitätsplan ist weiter in vollem Gang

Nach den gelungenen Veranstaltungen im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans zum Mobilitätsplan in den Themenfeldern Barrierefreiheit und Innovationen (siehe vorherige Beiträge) im Sommer 2017 ist der Fortschreibungsprozess weiter in vollem Gange.

Die Auswertung der Eingaben, die wir über www.mobilitaet-im-kreis.de erhalten haben, schreitet gut voran. Die Anregungen werden derzeit im Hinblick darauf überprüft, inwieweit eine direkte Berücksichtigung im Entwurf des Nahverkehrsplans erfolgen kann.

Des Weiteren haben sich die Verwaltung sowie die Lenkungsgruppe zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans intensiv mit dem komplexen Thema der Finanzierung und Förderung des ÖPNV im Rhein-Neckar-Kreis beschäftigt.

Derzeit wird in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis im Themenfeld Barrierefreiheit die Kategorisierung sowie Priorisierung der Haltestellen entsprechend den verbundweit gültigen Vorgaben der VRN GmbH vorgenommen. Hierzu wurden in einem breiten Beteiligungsprozess die Städte und Gemeinden des Kreises zu den Haltestellen auf ihrer Gemarkung befragt. Hier laufen aktuell die Auswertungen der Rückmeldungen aller 54 Städte und Gemeinden.

Innovationstag am 20.07.2016: Impulse zur Gestaltung der Mobilitätszukunft im Rhein-Neckar-Kreis

Der Rhein-Neckar-Kreis geht  bei der Entwicklung des Nahverkehrsplans zu einem Mobilitätsplan gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar neue Wege: „Der klassische Nahverkehr soll mit anderen, vor allem innovativen Verkehrssystemen besser verknüpft werden, um einen zukunftsorientierten Mobilitätsverbund zu schaffen“, so Landrat Stefan Dallinger.

Impulse dafür sollte am 20. Juli 2016 in den Tagungsräumen der Manfred-Sauer-Stiftung in Lobbach ein „Innovationstag“ unter dem Leitmotiv „Vom Nahverkehrsplan zum innovativen Mobilitätsplan“ liefern, der vom Amt für Nahverkehr und Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises in Kooperation mit dem IGES-Institut ausgerichtet wurde. Ziel der eintägigen Veranstaltung war es, die unterschiedlichen Facetten und Zukunftsthemen der Mobilität möglichst umfassend aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und mit beteiligten Akteuren zu diskutieren. Als Teilnehmer waren Vertreter der Städte und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises, angrenzender Kommunen und der Umlandkreise, sowie Verbände und Verkehrsunternehmen eingeladen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Impulsvorträge und Workshop-Angebote zu vier Zukunftsthemen, die die Mobilität langfristig prägen werden: Wie kann die Mobilität im ländlichen Raum gestärkt werden? Welche Möglichkeiten für innovative Mobilitätskonzepte bringt die Digitalisierung mit sich? Wie kann die Nachhaltigkeit der Mobilität verbessert werden? Welchen Beitrag kann die Verknüpfung der einzelnen Verkehrsmittel (multimodale Mobilität) leisten?

Hierzu lieferten hochkarätige Referenten wertvolle Einblicke und Denkanstöße. Dr. Martin Schiefelbusch, Leiter des Kompetenzzentrums „Innovative Angebotsformen im ÖPNV“ bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), erläuterte unter anderem, wie flexible Mobilitätsangebote eine Verbindung zwischen großräumiger Planung und lokaler Verkehrsgestaltung schaffen können. Auf die Bedeutung der Digitalisierung mit ihren neuen datentechnischen Möglichkeiten zur intelligenten Vernetzung von Verkehrsmitteln und Informationssystemen wies Marco Brunzel, Leiter der Stabstelle Digitale Modellregion der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, hin. Martin Schmitz, Geschäftsführer für den Bereich Technik im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, ging der Frage nach, inwiefern der öffentliche Nahverkehr zu einer Reduzierung der verkehrsbedingten Umweltbelastungen beitragen kann und welche Bedeutung hierbei alternativen Antriebskonzepten zukommt. Hannah Eberhardt vom Beratungsunternehmen Verkehrslösungen stellte anhand erster Ergebnisse einer durch den Rhein-Neckar-Kreis beauftragten Kurzexpertise Potenziale sogenannter Sharinglösungen der Mobilität, etwa carsharing, Mitfahrlösungen oder auch Radverleihsysteme, vor.

Konkrete Fragen und Lösungsoptionen für den Rhein-Neckar-Kreis konnten dann in den anschließenden vier Workshops eingehend diskutiert werden:

  • Die Zukunft des ÖPNV im ländlichen Raum
  • Smart Mobility – smart county. Mobilität und Digitalisierung
  • Antriebstechnologien für eine umweltfreundliche Mobilität
  • Verknüpfung der Verkehrsträger – Multimodale Mobilität

Hierbei wurden jeweils zwei Best-Practice-Beispiele vorgestellt und eine Reihe von Anregungen für den Rhein-Neckar-Kreis erarbeitet. Abschließend gab Volkhard Malik, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH, einen Einblick in den aktuellen Stand des „Autonomen Fahrens“ und rundete das Programm damit ab. Sabine Schmitt, stellvertretende Leiterin des Amtes für Nahverkehr und Wirtschaftsförderung, zog ein positives Gesamtfazit der Veranstaltung: „Der intensive Austausch zur Weiterentwicklung des ÖPNV und der Mobilität zeigt das Interesse der eingeladenen Akteure, gemeinsam eine zukunftsfähige Mobilität zu gestalten.“ Im Ausblick stellte sie dar, dass die Erkenntnisse des Innovationstages nun in die Ausarbeitung des neuen Mobilitätsplans mit einfließen und durch alle am Planungsprozess Beteiligten geprüft werden.

Veranstaltung
„Barrierefreier Öffentlicher Personennahverkehr“:
Vom Nahverkehrsplan zum neuen Mobilitätsplan
am Montag, 20.06.2016 im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Was ist überhaupt Barrierefreiheit? Welches sind die Anforderungen an die Barrierefreiheit und wer legt dies fest? Wie sieht Barrierefreiheit im Rhein-Neckar-Kreis aus? Diesen und darüber hinaus noch vielen weiteren Fragen zum barrierefreien Öffentlichen Personennahverkehr stellten sich die rund 58 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Veranstaltung am 20. Juni 2016 im Landratsamt.

„Der barrierefreie Zugang zum ÖPNV ist kein neues Thema für den Rhein-Neckar-Kreis. Bereits in der Vergangenheit wurde vieles erreicht und getan, sowohl im Verkehrsverbund, von den Unternehmen wie auch von den Städten und Gemeinden gemeinsam mit dem Rhein-Neckar-Kreis. Eines unserer Schwerpunktthemen bei der Ausarbeitung des neuen Mobilitätsplans liegt in der weiteren Verbesserung der Barrierefreiheit des Öffentlichen Personennahverkehrs  im Kreis; wir möchten mit dieser Veranstaltung einen Dialog und eine Abstimmung mit allen Beteiligten zu dem Thema beginnen“, so Sabine Schmitt, stellvertretende Leiterin des Amtes für Nahverkehr und Wirtschaftsförderung. Sie betonte in ihrer Begrüßung, wie wichtig die optimale Zusammenarbeit innerhalb des Verkehrsverbunds, mit der Unternehmensgesellschaft, den Vertretern der verschiedenen Interessenverbänden und Organisationen sowie mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden ist.

Anschließend führte Herr Wühl, Leiter der Planungsabteilung beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar, in das Thema  Nahverkehrsplanung ein.

„Barrierefreiheit kommt letztlich allen Fahrgästen zugute - nicht nur den Menschen mit Geh- oder Sehbehinderungen, sondern beispielsweise auch Menschen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen oder vorübergehend mobilitätseingeschränkten Fahrgästen“ so Markus Heeren vom Verkehrsverbund Rhein-Neckar, in seinem Vortrag über die verschiedenen Handlungsfelder der Barrierefreiheit.

Interessant waren für alle Zuhörer auch die Ergebnisse und Fotobeispiele der Bestandsaufnahme von Haltestellen im Rhein-Neckar-Kreis, vorgestellt von Frau Burger vom Planungsbüro  PTV Consult. Dabei werden im Verkehrsverbund rund 8.000 Haltestellen in ein Verzeichnis aufgenommen, davon liegen ca. 980 im Rhein-Neckar-Kreis. Präsentiert wurden erste Ergebnisse zur Kategorisierung der Haltestellen in Bezug auf ihre Bedeutung hinsichtlich der Barrierefreiheit.

In einem offenen Dialog und einer eingehenden Fragerunde wurden alle Vorstellungen, Anregungen, Ideen und Eingaben von den Referenten erörtert und für den weiteren Planungsprozess festgehalten. Es war zudem Gelegenheit, konkrete Anliegen zu den verschiedenen Aspekten und Bereichen der Barrierefreiheit wie den Maßnahmen an Haltestellen und/oder deren Umfeld, den Rahmenbedingungen für die Umsetzung und den Betrieb, aber auch zu anderen Themen der Nahverkehrsplanung zu äußern und zu formulieren.

Sabine Schmitt vom Amt für Nahverkehr und Wirtschaftsförderung informierte abschließend über das weitere Vorgehen zum Abstimmungs- und Beteiligungsprozess einschließlich Zeitfenster und bedankte sich am Ende der Veranstaltung herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den Input im Rahmen des offenen Dialogs und das Interesse an der Veranstaltung sowie bei allen Referenten für ihre informativen Beiträge zu dem komplexen Thema der Barrierefreiheit.

Die erste Beteiligungsphase ist abgeschlossen

Anfang Juni 2016 endete die erste Beteiligungsphase auf der Plattform www.mobilitaet-im-kreis.de, die Ende März 2016 mit einer umfangreichen Werbekampagne gestartet wurde. Der Rhein-Neckar-Kreis möchte sich bei allen aktiven Nutzern herzlich für die Anregungen und Vorschläge bedanken. 

In den kommenden Wochen werden der Rhein-Neckar-Kreis und seine Projektpartner die Eingaben eingehend auswerten. Soweit möglich werden die Anregungen in den Entwurf des Nahverkehrsplans einfließen, der voraussichtlich im Herbst des Jahres 2016 vorliegen wird. 

Die zweite Beteiligungshase wird nach Freigabe des Entwurfs durch den zuständigen Kreistagsausschuss gestartet. Hier erhalten Sie erneut die Möglichkeit zur Beteiligung.

Wir werden an dieser Stelle weiter über Neuigkeiten berichten.  

Start der Beteiligungsplattform „Mobilität im Kreis“

Am 22.03.2016 trafen sich die Mitglieder der Lenkungsgruppe zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans des Rhein-Neckar-Kreises zu ihrer Auftaktsitzung im Landratsamt.  Die Lenkungsgruppe unter dem Vorsitz von Landrat Stefan Dallinger besteht aus je einer Vertreterin/eines Vertreters aller im Kreistag vertretenen Fraktionen, des Kreisverbandes des Gemeindetages im Rhein-Neckar-Kreis, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN), der Unternehmergesellschaft der Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (URN) sowie des Kreisseniorenrates.

Die Auftaktsitzung war auch der offizielle Start der neu entwickelten Beteiligungsplattform „Mobilität im Kreis“.

Die Beteiligungsplattform enthält für alle Interessierten Informationen zum Nahverkehrsplan, dem Aufstellungsverfahren sowie die Möglichkeit, Anregungen direkt und unkompliziert an den Rhein-Neckar-Kreis zu übermitteln.

Bereits zu Beginn der Fortschreibung des Nahverkehrsplans erhalten die nach den gesetzlichen Regelungen zu beteiligenden Stellen und darüber hinaus die Kreiseinwohnerinnen und Kreiseinwohner sowie unsere Unternehmen und Betriebe frühzeitig die Möglichkeit, sich aktiv in den Prozess der Fortschreibung einzubringen. Auch auf dem Postweg können in dieser ersten Beteiligungsphase Anregungen bis zum 31.05.2016 gerne zugesandt werden.    

Projektablauf:

Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans und Beschlussfassung des neuen Mobilitätsplans erfolgt in folgenden fünf Projektphasen:
 

Beteiligung

April-Mai 2016

Auswertung der Eingaben

Juni-Dezember 2016

Erstellung des Entwurfs

1. & 2. Quartal 2017

Stellungnahme Entwurf

21.06.2017 - 31.07.2017

Beschlussfassung

2. Halbjahr 2017